Wir schreiben das Jahr 1938. Der heute größte Fernsehgeräte-Hersteller wurde gegründet...
Die Geschichte des Fernsehens ist eng verknüpft mit diversen technischen Erfindungen, wie etwa der Glühbirne, des Telegrafen, des elektrischen Teleskops, bis hin zur Nanotechnologie … hier finden Sie eine Auswahl vom Beginn bis in die Gegenwart.
Wir schreiben das Jahr 1938. Der heute größte Fernsehgeräte-Hersteller wurde gegründet...
„Der hier zu beschreibende Apparat hat den Zweck, ein am Orte A befindliches Objekt an einem beliebigen anderen Orte B sichtbar zu machen“, sind die einleitenden Worte in Paul Nipkows Patentschrift von 1885 mit dem Titel „Elektrisches Teleskop“. Ein wahrer Geniestreich, wie wir im Folgenden noch sehen werden. Und da sich 2015 der Start des weltweit ersten regulären Fernsehprogramms zum achtzigsten Mal jährt soll das der Anlass sein diese Schlüsselerfindung näher in Augenschein zu nehmen.

Abb. 1: Paul Nipkow (1860-1940) Fernsehpionier, Anmeldung des ersten deutschen Fernsehpatents.
Paul Nipkow wurde als Sohn eines Bäckermeisters 1860 in Lauenburg (Pommern) geboren. Er besuchte das Gymnasium und interessierte sich schon früh für Naturwissenschaften und Technik. Und wie es bei vielen jungen Menschen der Fall ist, die später Technik und Ingenieurwissenschaften als ihre Berufung erleben, hat auch der junge Nipkow Freude am Experimentieren. In seinem Heimatort wurde zu dieser Zeit im Postamt eine Fernsprechstelle eingerichtet, damals eine technische Sensation. Er überredete den zuständigen Postbeamten, den er gut kannte, ihm den Bell-Telefonhörer der Sprechstelle über Nacht zu leihen. Er baute ein Mikrophon dazu und stellte mit dieser einfachen Telefonverbindung Versuche an.
Nach dem Schulabschluss ging Paul Nipkow zum Studium nach Berlin. Er studierte Mathematik, Physik und hörte auch Vorlesungen über Elektrotechnik. Am Heiligabend 1883 soll er, so sagt jedenfalls die Anekdote, dann sein Heureka-Erlebnis gehabt haben. Eine Fahrt nach Hause zu seiner Familie konnte er sich mit seinem spärlichen Budget nicht leisten. Also saß er alleine in seiner Studentenbude und sah durch das Fenster die brennenden Kerzen an den Weihnachtsbäumen in der Nachbarschaft. Er fühlte sich einsam. Da soll ihm der Gedanke gekommen sein, welche phantastische Möglichkeit es wäre, zumindest mittels eines „Telephons für Bilder“ am Geschehen zu Hause teilnehmen zu können und er erdachte ein vollkommen neues Prinzip der Bildzerlegung und des Bildaufbaus.
Bevor wir uns aber Paul Nipkows Erfindung näher ansehen, werfen wir zunächst einen Blick auf die technischen Erkenntnisse und Grundsatzüberlegungen, die ihm seinerzeit zur Verfügung standen.
Der englische Elektroingenieur Willoughby Smith hatte 1873 Meßergebnisse an Stäben aus kristallinem Selen unter Lichteinwirkung veröffentlicht. Er gilt damit als Entdecker des Photowiderstandes. Ein Bauelement war gefunden das Lichtwerte in entsprechende elektrische Stromwerte umwandeln konnte. „Warum nicht diese neue Selenzelle zur Übertragung eines realen Bildes über eine Telegraphenleitung verwenden?“, dachte sich der französische Notar und Erfinder Constantin Senlecq. Er veröffentlichte 1881 das erste Buch in der Weltgeschichte über Fernsehen „Le Télectroscope“. Senlecq war nicht der Einzige, der das Prinzip vorschlug ein Bild in Bildpunkte zu zerlegen, deren Helligkeitswerte in elektrische Ströme zu wandeln, diese nacheinander auf einer Telegraphenleitung zu übertragen um sie dann auf der Empfangsseite wieder zusammenzusetzen. Aber gemeinsam war allen Überlegungen zu dieser Zeit, dass die vorgeschlagenen Konzepte der Bildabtastung technisch nicht umsetzbar waren.
Paul Nipkow zögerte nicht lange und reichte sein Fernsehsystem „Elektrisches Teleskop“ schon nach den Weihnachtsfeiertagen am 6. Januar 1884 zur Patentierung beim Kaiserlichen Patentamt ein. Die Patentierung erfolgte dann am 15. Januar 1885 (siehe Abb. 2). Die Ausgestaltung der Erfindung zeigt Abb. 3 anhand von drei Zeichnungen.

Abb. 2: Deckblatt des ersten deutschen Fernsehpatents von Paul Nipkow

Abb. 3: Erstes deutsches Fernsehpatent von Paul Nipkow; Ausgestaltung der Erfindung anhand von drei Zeichnungen.
Zum leichteren Verständnis der Beschreibung wurden die Originalzeichnungen des Patentes in zwei Prinzipzeichnungen (Abb. 4 und Abb. 5) umgeformt. Beginnen wir mit der Nipkow-Scheibe selbst (Abb. 4).

Abb. 4: Prinzipzeichnung des Patents: Nipkow-Scheibe mit 24 Öffnungen; Funktionsprinzip der Bildabtastung.
Nipkow schlägt vor entlang einer Spirallinie in gleichmäßigen Abständen Bohrungen anzubringen, in seinem Ausführungsbeispiel sind es 24. Mittels eines Uhrwerks wird die Scheibe in gleichmäßige Umdrehungen versetzt. Die Scheibe dreht sich vor dem zu übertragenden Objekt, in unserem Beispiel der Einfachheit halber die Zeichnung des Buchstabens A. Hinter der Scheibe befindet sich eine Blende, die hier rechteckförmig gezeichnet ist. Paul Nipkow hatte eine rohrförmige Konstruktion gewählt, die einen kreisförmigen Bildausschnitt geliefert hätte. Wenn wir nun von vorne auf die Scheibe sehen gibt diese jeweils nur den Bereich der Vorlage frei, der durch eine Bohrung zu sehen ist. Die Abstände der Bohrungen sind so gewählt, dass wenn eine Bohrung den linken Rand des Blendenfensters erreicht die nächste Öffnung am rechten Rand des Blendenfensters erscheint. Der rot markierte Kreisbogen in Abb. 4 beschreibt den Weg der roten Öffnung und entspricht damit quasi einer Abtastzeile des Nipkowschen Fernsehsystems. Wenn Öffnung 24 den linken Blendenrand erreicht, hat die Scheibe eine ganze Umdrehung durchgeführt und damit ein ganzes Bild mit 24 Zeilen abgetastet. Die Bildabtastung beginnt mit der nächsten Umdrehung für das nächste Bild wieder von vorne. Für die Übertragung muss nun der Helligkeitswert jedes Bildpunktes, den die jeweiligen Scheibenöffnungen freigeben in einen elektrischen Wert umgewandelt werden. Dazu sieht Paul Nipkow an der Stelle, auf der wir in der Prinzipskizze auf die Scheibe geblickt haben, einen Selenwiderstand vor. Dieser setzt nun die Punkthelligkeit in einen Widerstandswert um.
In Abb. 5 ist links der prinzipielle Aufbau der Sendestation zu sehen. Der Photowiderstand ist über eine Batterie mit den beiden Drähten der Fernleitung verbunden.

Abb. 5: Prinzipzeichnung des Patents: Aufbau der Sende- und Empfangsstation.
Auf der rechten Seite zeigt Abb. 5 den Aufbau von Nipkows Empfangsstation. Hier verwendet er eine mit der Senderseite baugleiche Nipkow-Scheibe, die ebenfalls von einem Uhrwerk angetrieben wird und sie so synchron zur Sendestation in gleichmäßige Umdrehungen versetzt. Auf der Empfängerseite müssen nun die auf der Senderseite durch die Abtastung erhaltenen Widerstandswerte wieder in Helligkeitswerte der einzelnen Bildpunkte umgewandelt werden. Die zur Zeit der Patentanmeldung vorhandenen elektrischen Lichtquellen waren die Kohlebogenlampe und die von Edison 1879 zum Patent eingereichte Kohlefadenglühlampe. Beide waren für die direkte Umwandlung der schnellen Helligkeitswechsel, die Nipkows elektromechanisches Verfahren erfordert, nicht geeignet. Deswegen griff er auf den von Michael Faraday 1846 entdeckten Effekt der Polarisationsdrehung des Lichts zurück. Dabei wird die Polarisationsebene eines Lichtstrahls, der in ein durchsichtiges Medium geleitet wird, durch ein Magnetfeld längs dieses Mediums gedreht. Abb.5 zeigt die von Paul Nipkow vorgeschlagene Anordnung, die später auch als „Lichtrelais“ bezeichnet wurde. Dieses besteht aus einem Glasstab um den Drahtwindungen gelegt werden. Vor und hinter dem Stab sind Nicol’schen Prismen angebracht. Ein Nicol’sches Prisma besteht aus zwei mit speziellem Klebemittel aneinandergefügten Prismen. Es hat die Eigenschaft den eingehenden Lichtstrahl einer Lichtquelle zu polarisieren, sodass am Ausgang der Lichtstrahl nur mehr eine Schwingungsebene aufweist. Nipkow gibt an, dass die beiden Nicol’schen Prismen so gegeneinander zu verdrehen sind, dass das Licht der Lichtquelle nicht mehr am Ausgang des „Lichtrelais“ erscheint. Die Polarisationsebenen der beiden Nicol’schen Prismen stehen dann senkrecht zueinander. Wird nun Strom durch die Spule geschickt dreht sich nach dem Faraday-Effekt die Polarisationsebene des Lichtstrahls beim Durchlaufen des Glasstabs und diese steht nicht mehr senkrecht zur Polarisationsebene des Nicol’schen Prismas am Ausgang. Licht kann also passieren. Mit der Stärke des Stromes lässt sich der Winkel der Polarisationsdrehung und somit die Helligkeit steuern. Die Spule des „Lichtrelais“ verbindet Nipkow mit den beiden Drähten der Fernleitung.
Sehen wir uns nun das Zusammenwirken der Sende- und Empfangsstation an. Die jeweilige Punkthelligkeit wird durch den Selenwiderstand in einen analogen Widerstandswert umgesetzt. Die Batterie treibt einen dem Widerstandswert entsprechenden Strom durch die Spule des „Lichtrelais“, und demgemäß stellt sich die Helligkeit am Ausgang des „Lichtrelais“ ein. Das Auge und das Gehirn des Beobachters vor der sich drehenden Nipkow-Scheibe des Empfängers setzt aus den einzelnen übertragenen Bildpunkthelligkeiten wieder den Buchstaben A der Vorlage zusammen.
Paul Nipkow hat in seiner Patentschrift noch weitere Ausführungsformen für sein „Lichtrelais“ beschrieben, die aber für die Bildübertragung nicht geeignet sind.
Weiterhin gibt Nipkow folgenden Ausführungshinweis, den er mit Annahmen zum Sehsystem begründet:
Das Auge empfände einen momentanen Lichteindruck 0,1 bis 0,5 Sekunden lang. Ein einheitliches Bild ergäbe sich mit seinem „Elektrischen Teleskop“, wenn beide Scheiben in 0,1 Sekunden eine Umdrehung vollenden würden. Sein System liefert demnach 10 Bilder in der Sekunde.
Paul Nipkow hat also die „Trägheit“ des Sehsystems schon zur Wirkungsweise angeführt und dies vor Erfindung der Filmkamera und des Filmprojektors durch Le Prince (1888) und Edison (1890-1891).
Ob Paul Nipkow versucht hat sein „Elektrisches Teleskop“ praktisch zu erproben ist nicht bekannt. Man geht davon aus, dass er es nicht getan hat. Die Frage ist natürlich, ob 1884 ein Aufbau nach seinen Prinzipzeichnungen überhaupt funktioniert hätte. Die Antwort ist leider „Nein“, und zwar aus folgenden Gründen:
• Der verwendete Selenwiderstand wäre zu träge gewesen um die Bildpunkthelligkeiten umzusetzen.
• Das auf dem Faraday-Effekt beruhende „Lichtrelais“ hätte für die Drehung der Polarisation so hohe Ströme benötigt, dass sie allein mit einem Selenwiderstand nicht hätten erzeugt werden können.
• Die Selbstinduktion der Spule des „Lichtrelais“ hätte die für die Bildübertragung erforderlichen schnellen Änderungen des Stromes nicht zugelassen.
• Die Synchronisation der beiden Scheibenantriebe war nicht gelöst.
Paul Nipkow lies 1886 sein Patent aus Geldmangel erlöschen. Andere Quellen besagen, dass es erst nach 15 Jahren verfiel. Für ersteres spricht, dass er ebenfalls aus Geldmangel sein Studium 1885 abgebrochen und sich als "Einjährig Freiwilliger" bei einem Eisenbahnregiment verpflichtet hat. Danach arbeitete er als Konstrukteur bei der Zimmermann & Buchloh-Eisenbahnsignalbauanstalt. In dieser Tätigkeit hat er noch zahlreiche Erfindungen im Eisenbahnbereich gemacht.
Um elektromechanisches Fernsehen nach Paul Nipkows Vorstellungen zu verwirklichen mussten noch einige Schlüsselbausteine erfunden werden, hauptsächlich die Fotozelle durch Hallwachs, Elster und Geitel (ab 1887), die Verstärkerröhre durch Robert von Lieben und Lee de Forest (1906) und die Flächenglimmlampe durch Mac F. Moore (ab 1900). 1924, also 40 Jahre nach Einreichung des Patents von Paul Nipkow, gelang dem schottischen Erfinder John Logie Baird die erste Übertragung von Bildern mit Nipkow-Scheiben. Die erste deutsche Fernsehübertragung demonstrierte Prof. August Karolus ebenfalls 1924. Sein System hatte 48 Zeilen.
Der erste deutsche Fernsehsender in Berlin Witzleben (Funkturm auf dem Messegelände) wurde 1935 zu Ehren Paul Nipkows in „Sender Paul Nipkow“ umbenannt.
Und am 22. März 1935 wurde über diesen Sender das erste reguläre Fernsehprogramm gestartet. Inzwischen hatte zwar das elektronische Fernsehen Fortschritte gemacht aber aufgrund des Zeitdrucks wurde der Betrieb noch mit elektromechanischer Abtastung auf der Aufnahmeseite aber schon mit vollelektronischer Wiedergabe gestartet. Die Zeilenzahl betrug jetzt 180 Zeilen.
Es gab nur sehr wenige Empfänger, sodass öffentliche Fernsehstuben eingerichtet wurden, in denen sich viele begeisterte Zuschauer drängten um zum ersten Mal Fernsehen erleben zu können.
Es wird berichtet, dass auch Paul Nipkow zu dieser Zeit zum ersten Mal nach seinem System übertragene Fernsehbilder sah und dass er enttäuscht gewesen wäre. Die Fernsehbilder in seiner Phantasie an jenem Heiligabend 1883 waren wohl der Zeit weit voraus gewesen. Berechnet man nämlich aus den Angaben in seinem Patent, also 24 Bildzeilen und kreisförmiges Bildformat die Bildpunktzahl, ergeben sich nur ca. 576 Bildpunkte.
Aber die Entwicklung ging weiter. Was würde Paul Nipkow wohl sagen, wenn er heute UHD Fernsehbilder mit über 8 Millionen Bildpunkten in Farbe sehen könnte. Dazu besteht jeder dieser Bildpunkte des LC-Displays des Fernsehgerätes aus einem Subpixel für Rot, Grün und Blau. Erfreut könnte er feststellen, dass für jedes dieser Subpixel ein „Lichtrelais“ eingebaut ist. Mit zwei Polarisationsfiltern und dazwischen Flüssigkristalle, die die Polarisationsebene in Abhängigkeit der angelegten Spannung verändern und somit die Pixelhelligkeit steuern.
Weitere Meilensteine der deutschen Fernsehgeschichte:
Bilder aus dem Deutschen Museum München

Paul Nipkow - Erfindung der Nipkow-Scheibe

Nipkow-Scheibe im Rundfunkmuseum Nürnberg

Manfred von Ardenne - Erfindung der Kathodenstrahlröhre

Vladimir Zworykin - Erfindung der Ikonoskop- und der Kineskop-Röhre

Autor: Konrad L. Maul Dipl.-Ing. (FH) Certified Counsellor
Konrad L. Maul war 37 Jahre in der Fernsehentwicklung tätig, davon 30 Jahre in leitender Position. Als Gruppenleiter war er für das erste 100 Hertz-TV-Gerät verantwortlich. Von 2001 bis 2008 leitete er die Fernsehentwicklung von Grundig. Damit ist er einer der erfahrensten und profiliertesten TV-Entwickler Deutschlands. Heute ist er als freiberuflicher Berater für Einzelne, Gruppen und Organisationen in technischen, wirtschaftlichen und sozialen Handlungsfeldern tätig. http://www.m2counselling.de
Artikel als PDF
Dieser Artikel ist Bestandteil unseres Praxishandbuchs "Medientechnik - Geschichte. Grundlagen. Gegenwart."
Am 27. Mai 1903 wurde Telefunken durch den Zusammenschluss mehrerer Elektrounternehmen gegründet. Hier finden Sie historische Videos vom Erfinder des Farbfernsehens mit PAL-Technik.
Das Schweizer Unternehmen Revox spezialisierte sich seit seiner Gründung im Jahre 1948 auf Geräte der Audiotechnik und produziert heute komplette Audio-Systeme für den Heimbereich. Firmengründer Willi Studer überarbeitete seinerzeit Tonbandgeräte, die aus den USA importiert wurden. Später entwickelte und produzierte er eigene Tonbandgeräte für den Consumerbereich unter dem Namen "REVOX" sowie Geräte für professionelle Studios und Rundfunkanstalten unter dem Namen "Studer". Hier finden Sie eine alte Videoaufzeichnung des Firmengründers.
SABA – eine Legende. Wer sich für die Herstellung alter Röhrenradios interessiert, könnte Freude an dem folgenden Industriefilm der Firma SABA haben. Dieses historische Zeitdokument beschreibt die Herstellung der Röhrenradios der Firma SABA.
Max Grundig (* 7. Mai 1908 in Nürnberg; † 8. Dezember 1989 in Baden-Baden): Radiohändler, Wirtschaftspionier und Gründer des gleichnamigen deutschen Traditionsunternehmens für Unterhaltungselektronik. Auch wenn die Firma seit 2003 nur noch als Name existiert, soll hier an einen großen Mann erinnert werden.
Ein weiteres Highlight in der Unterhaltungselektronik. Am 1. Juli 1979 wurde der erste Sony Walkman der Öffentlichkeit präsentiert. Hier ein paar interessante Fakten zum Großvater des MP3-Players.
Am 28. August 1963 präsentierte Philips auf der IFA Berlin diese Audio Kassette und den entsprechenden Recorder EL3010 dazu. Aus dem ursprünglichen noch dumpf klingen Monoton wurde Stereo. Die Spielzeit verlängerte sich auf 2 mal 60 Minuten (Vorder.- und Rückseite) und besonders die Wiedergabe von hohen Tönen verbesserte man mit Chromdioxid Bandmaterial und sogar mit "Reineisen Bändern".
Über einhundert Jahre Fernsehgeschichte auf einen Blick. Von der Übertragung des ersten Fernsehbildes bis zu Ultra HD. Hier finden Sie eine chronologische Übersicht.
Die moderne Kommunikationstechnik ist eng verbunden mit der Erfindung des Physikers Heinrich Hertz. Durch seinen Nachweis der elektomagnetischen Wellen legte er den Grundstein für den heutigen Datenaustausch.
Das Statussymbol in den bundesdeutschen Wohnungen war zweifelsfrei die Musiktruhe. Bereits vor 1950 gab es diese Tonmöbel mit eingebautem Radioempfangsteil, Verstärker, Plattenspieler, Lautsprechern und teilweise mit einem Tonbandgerät. Nach 1952 sogar mit eingebautem schwarz/weiß Fernseher.
Der große Bereich der Beleuchtung wird durch die LED (Licht emittierende Diode) gerade revolutioniert. Erfunden wurde die LED 1962 von dem Wissenschaftler Nick Holonyak jr. Am 9. Oktober 1962 erstrahlte die erste Leuchtdiode im Labor von GE (General Electric) in Amerika, zwar damals noch leuchtend in einem schwach rot-orange farbenen Licht. Aber schon damals wurde prophezeit, dass eines Tages die LED die Glühbirne ablösen wird.
Die Vorgaben waren nicht nur die bessere rauscharme Tonqualität, direkter Zugriff auf die einzelnen Tracks, eine geringere Empfindlichkeit sondern auch die kompakte Größe von 12cm Durchmesser. 1979 gründeten Philips/Polygramm und Sony gemeinsam eine Arbeitsgruppe, um diese technischen Spezifikationen genau zu definieren. So wurde dann am 17. August 1982 das ABBA Album "The Visitors" als erste CD überhaupt im Polygramm Presswerk produziert. Die Zeit war reif für die technologische Ablösung der Vinyl-Schallplatten. Nach einer Legende soll der damalige Sony Chef Norio Oga die maximale Spielzeit von 74 Minuten für Beethovens 9. Sinfonie bestimmt haben.
Die erste drahtlose TV-Fernbedienung wurde 1955 von Eugene J. Polley entwickelt. Er gilt als der Erfinder der sog. Zenith Flash-Matic Fernbedienung. Die Flash-Matic ähnelte einer Taschenlampe. Zur Steuerung der einzelnen Funktionen wurde sichtbares Licht benutzt. Am TV Gerät wandelten Fotozellen die Lichtblitze in entsprechende Befehle um. Man konnte die TV Sender wechseln, den Ton stumm schalten und den TV ein und aus schalten - leider war eine Lautstärkereglung nicht möglich.
Manfred von Ardenne führte 1931 auf der achten Berliner Funkausstellung das erste elektronische Fernsehen vor. Auf dem Bild oben ist die Demonstration auf dem Loewe Messestand zu sehen, bei der in der 180 Zeilen Technik erstmals bewegte Bilder übertragen werden konnten. Die Filmvorführung gilt als die Geburtsstunde des elektronenstrahlbasierten Fernsehens überhaupt.
Die amerikanische NASA schoss am 10. Juli 1962 den ersten aktiven Kommunikationssatelliten ins Weltall. Telstar 1 hatte keine geostationäre Umlaufbahn und so konnte er nur ca. 20 Minuten während seiner dreistündigem Orbit erstmals Livesendungen zwischen den USA und Europa übertragen. Nicht nur Fernsehübertragungen sondern auch maximal 60 Telefonverbindungen waren über diesen Satelliten möglich.
Im Deutschen Phonomuseum in Sankt Georgen (Schwarzwald) können Sie Geschichte greifbar erleben: vom Phonographen bis zur CD. Hier finden Sie alte Schallplattenspieler der ehemals ansässigen Unternehmen Dual und PE, Grammophone und zahlreiche Kuriositäten der Phonoindustrie.
Bis zum Jahr 2000 war es absolut selbstverständlich, dass alle Fernsehsendeanstalten täglich morgens ein Testbild ausstrahlten. Dieses FuBK Testbild (Funkbetriebskommission) diente ursprünglich dazu, die interne Übertragung des Bildmaterials - von der Aufnahmekamera bis zu den einzelnen Antennen - zu überprüfen. Selbstverständlich nutzten damals auch alle Kunden beim Neukauf eines Röhrenfernsehers dieses Testbild für den direkten Bildvergleich. Genauso nutzte der Fernsehtechniker seinerzeit dieses Testbild, um nach erfolgter Reparatur den Fernseher optimal abzugleichen. Leider wurde diese sehr nützliche Funktion im Laufe der Jahre eingestellt, um Platz für Frequenzen der privaten TV Sender zu machen.
Entdecken Sie auch unsere weiteren Websites: fernsehgeschichte.de, nf-technik.de, radiogeschichte.de
AGB Impressum Datenschutz Gewerbliche Nutzung Burosch Geschichte