Laser Test-DVD von Burosch

BUROSCH Audio-Video-Technik hat eine Laser-Test-DVD entwickelt, mit deren Hilfe sich Rückschlüsse über die Qualität der Fehlerkorrektur bei Laufwerken von DVD-Playern ziehen lassen. Auf der Disc befinden sich verschiedene Tracks, die, mit identischem Testbild, nacheinander durchlaufen. Für die Realisierung dieser DVD waren umfangreiche mathematische Berechnungen erforderlich, um jeden einzelnen Prüfsektor (= Track) entsprechend des mathematischen Zusammenhangs um einen bestimmten Faktor länger als den ihm Vorausgehenden zu machen. Die Sequenz am Anfang ist somit kurz, gegen den Außenrand der DVD wird die Laufzeit des einzelnen Tracks expotentiell größer. In der Praxis geschieht die Überprüfung der Fehlerkorrektur durch insgesamt 30 Tracks, der simulierte Fehler wird in größeren Schritten linear breiter, damit wird die DVD schwerer abspielbar und stellt erhöhte Anforderungen an die Fehlerkorrektur. Der erste Track weist noch keinen Fehler und trägt nur der Initialisierung der Test-DVD DVD-Player-intern Rechnung. Dann setzt der 2. Track mit 0,1 Millimeter Fehlerbreite ein, dann geht es gleichmäßigen Schritten weiter bis 4,5 mm (Track 30) weiter.

Will man nun die Fehlerbreite (in mm) bei einer bestimmten Spur wissen, lautet die richtige Formel also:

F/mm = 0.1 + (S-1) x 4.4/29, wobei F die Fehlergröße in mm und S die Spurzahl darstellt.

Die DVD hat den Vorteil, dass man dem DVD-Player auf dem Zahn fühlen kann, auch wenn das Endergebnis kein absolutes in Form eines Zahlenwertes in einer physikalisch gebräuchlichen Einheit ist. Technisch läuft das folgendermaßen ab, wenn ein Fehler beim Abtasten erkannt wird: Der DVD-Player befördert die Daten nach Erkennung des Fehlers in einen Zwischenspeicher. Dies geschieht meist mit sichtbarer zeitlicher Verzögerung, tritt der Fehler erstmals auf, kommt es kurzzeitig zu Artefakte- und Mosaikbildungen, dann läuft das Bild wieder normal weiter - in diesem Moment kommt der Zwischenspeicher zum Einsatz: Nach und nach wird dieser entleert, auf der anderen Seite müssen vom Laser wieder Daten in den Speicher fließen - und zwar so, dass der Speicherinhalt immer auf dem gleichen Niveau bleibt. Sinkt das Niveau ab, kommt es erneut zur Artefaktebildung. Daher muss das Zusammenspiel Laser-Zwischenspeicher perfekt funktionieren, das heißt der Laser muss weiter gleichmäßig Daten auslesen und in den Zwischenspeicher abgeben, dieser wiederum "interpoliert" die Daten und sorgt für die Herstellung eines fehlerfreien, artefaktelosen Bildes (in dem die fehlerhaften Bildteile durch gespeicherte Wert aus dem Zwischenspeicher ersetzt werden). Ob dieses Zusammenspiel funktioniert, kann diese DVD nachprüfen.

So stellt sich heraus, ob die Laufwerkselektronik in der Lage ist, größere Interpolierungen problemlos auszuführen. Dabei ist zu bedenken: Der Speicher muss groß genug für den flexibel gehaltenen Datenstrom einer DVD sein und mit allen Datentransferraten zurecht kommen. Um die Elektronik richtig zu fordern, wurde auf der Test-DVD jeder Track mit der maximalen Datenrate 9.8 Mbit/s aufgezeichnet.

Laser BD avfbild 6 2012

Nicht nur das OBL Labor arbeitet bei der Qualitätskontrolle von Blu-ray Playern mit der Burosch Laser Test-BD