Hintergründe der schlechten TV-Einstellungen ab Werk

Veröffentlicht: Dienstag, 09. Februar 2016 18:40
Zugriffe: 5465
Hintergründe der schlechten TV-Einstellungen ab Werk

Manchmal glänzt nicht alles, was Gold ist: Für viel Geld haben Sie sich einen neuen Fernseher gekauft … und schauen nun praktisch in die Röhre. Im Laden wirkte das Display noch großartig – zu Hause ist davon nichts mehr zu spüren. Im Internet oder einschlägigen Fachzeitschriften lesen Sie, dass Werkseinstellungen nicht das Gelbe der Banane sind. Konkrete Werte für Grundeinstellungen sind kaum zu finden. Testbilder sollen nun die Lösung sein. Aber warum ist das eigentlich so?

Insbesondere in großen Multimediamärkten werden die Bildeinstellungen so gewählt, dass der Kunde ein Aha-Erlebnis hat. Darüber hinaus herrschen in den Verkaufsräumen komplett andere Bedingungen als bei Ihnen zu Hause. Deshalb wird in vielen Geräten die Voreinstellung „Shop-Modus“ angeboten, die in den eigenen vier Wänden fast jeden Fernseher schlecht abschneiden lässt. Völlig überzogene Kontrasteinstellungen sind vielfach der Grund dafür und natürlich mangelnde Farben. Denn die Nachfrage steigt in punkto Energieeffizienz. Deshalb reduzieren Hersteller die Helligkeit ihrer Geräte ab Werk, damit die Werte für das beste Energiesparlabel ausreichen. Doch wo wenig Licht ist, kann keine Farbe sein. Insofern fehlt es allein bei diesen drei Werten (Kontrast, Helligkeit, Farbe) sehr häufig an der optimalen Einstellung – jedenfalls bezogen auf den heimischen Standort.

Und hier sieht es in der Regel vollkommen anders aus als im TV-Geschäft. Wer wohnt auch schon gern in einem fensterlosen 1.800-Quadratmeter-Wohnzimmer mit grellen Neonleuchten an der Decke. Im Allgemeinen steht oder hängt der viereckige Lieblingsmitbewohner an der schattigen Zimmerwand. Die nächste Sitzgelegenheit befindet sich durchschnittlich in zwei bis vier Metern Entfernung. Viele TV-Nutzer mögen es gern kuschelig mit gedimmter Stehlampe oder gar komplett dunkel. Manche lassen aber auch gern am helllichten Tag die Glotze laufen. Und so unterschiedlich die Vorlieben in Sachen Umfeldbeleuchtung sind, so differenziert sind die Geschmäcker. Manche schauen ausschließlich Nachrichtensendungen, andere lieber rasante Actionfilme oder Sport-Events, wiederum andere begeistern sich für düstere Fantasy oder Science Fiction. Die Palette reicht also von farbneutral über bildgewaltig bis kontrastreich. Ist das Display falsch eingestellt, haben Nachrichtensprecher Sonnenbrand, der Rasen im Fußballstadion ist neongrün und die Vampire sind im Dunkeln kaum auszumachen.

Kann man so hinnehmen, muss man aber nicht!

Der Versuch, im Internet der Sache auf den Grund zu gehen, könnte allerdings zur Sisyphusarbeit ausarten. Und die schlechte Nachricht lautet: Es gibt keine ultimativen Werte für die Grundeinstellungen. 

Die unglaubliche Vielzahl an TV-Modellen mit ihren unzähligen Klassifizierungen und diversen Seriennummern macht es schier unmöglich, für jedes Gerät individuelle Einstellwerte festzulegen. Natürlich werden in Fachzeitschriften, Internetforen und auch bei BUROSCH mitunter Angaben gemacht. Fakt ist jedoch, dass selbst in ein und derselben Geräteserie unterschiedliche Firmware und vor allem Elektronik drinsteckt. Der Konkurrenzkampf und der daraus resultierende Kostendruck zwingt die Hersteller, weltweit und rasend schnell zu produzieren. Insofern werden Displays verbaut, die gerade verfügbar sind und deshalb noch längst nicht identisch sein müssen. Sie können also zwei Fernseher desselben Fabrikats nebeneinanderstellen und haben - trotz gleicher Einstellwerte - im Zweifel völlig unterschiedliche Bilddarstellungen. 

Abgesehen davon spielen die bereits erwähnen persönlichen Vorlieben (Animations- oder Actionfilme, Nachrichtensendungen etc.), die individuellen Umfeldbedingungen (z.B. Zimmerbeleuchtung, Sitzabstand) und natürlich die differenzierte menschliche Wahrnehmung eine entscheidende Rolle bei der richtigen Bildwiedergabe. Kurzum: Bei so vielen Variablen kann man keine Standardwerte zaubern. Deshalb werden Sie vergeblich nach einem Geheimrezept suchen.

Es gibt keine Wunderpille für Ihren TV.


Optimale Bildeinstellungen – zugeschnitten auf Ihre persönlichen Parameter – können Ihnen also nicht mit Null-Acht-Fünfzehn-Werten, sondern ausschließlich mithilfe professioneller Referenzbilder gelingen. Wer also möchte, dass der Fußballrasen naturgetreu abgebildet und das blutverschmierte Kinn des dämonischen Nachtwandlers so dargestellt wird, wie es vom Regisseur einst gedacht war, der sollte auf eine Bildoptimierung nicht verzichten. Sie werden sehen, es lohnt sich!

Dieses Video zeigt, wie einfach es ist ... 

Weitere Informationen erhalten Sie u.a. hier:

Korrekte Anwendung der BUROSCH-Testbilder
Übersicht und FAQ zu BUROSCH-Testbildern
BUROSCH Display Tuning für Full HD
BUROSCH Display Tuning für Ultra HD