Häufige Fragen

Dolby Atmos

Im modernen Heimkinobereich kommt mittlerweile das Tonformat Dolby Atmos zum Einsatz, das abwärtskompatibel zu älteren Systemen (5.1 oder 7.1) arbeitet und theoretisch eine unbegrenzte Anzahl von Tonspuren zulässt. Der Klang kann hier von allen Seiten – mindestens aus acht (5.1.2) und maximal aus 32 Lautsprechern (als 31.1 oder 24.2.6) kommen. Im Kino werden sogar 64 separate Lautsprecher mit bis zu 128 Audio-Spuren unterstützt. Bei dem dreidimensionalen Klangsystem kommt somit der Sound nunmehr auch von oben. In einigen Kinos wird der Sound mit der Spezifikation 9.1 „Bed“ bereits praktiziert. Unter www.dolby.com finden sich die deutschen Kinos, in denen Dolby Atmos aktuell angeboten wird.

Die wichtigste Neuheit dieses Tonverfahrens, das nach und nach auch im Heimkinobereich genutzt wird, ist die objektbasierte Tonaufzeichnung. Bisher wurden etwa bei Filmszenen unterschiedliche Richtungsinformationen (Musik, Dialoge, Effekte) an bestimmte Lautsprecher oder Lautsprechergruppen gebunden. Das heißt, dass hier mit Kanälen und nicht mit Objekten gearbeitet wurde. Bei der objektbasierten Tonverarbeitung werden hingegen die einzelnen Soundeffekte in einer Art Koordinatensystem mit Tiefen- und Höheninformationen gespeichert. Diese sogenannten Klangobjekte enthalten demnach sowohl den Ton selbst als auch die Zusatzinformationen über die jeweilige Platzierung im Raum. Moderne AV-Receiver können mit einem Setup entsprechend programmiert werden und verteilen im Anschluss die Klangobjekte an die vorhandenen Lautsprecher im Raum. Dolby Atmos ist somit flexibel einsetzbar und kann sich praktisch an jedes Soundsystem automatisch anpassen. Um Dolby Atmos zu Hause umfassend realisieren zu können, werden neben einem AV-Receiver mit Dolby-Atmos-Decoder fünf Lautsprecher am Boden und zwei an der Decke benötigt. Maximal können 24 Bodenlautsprecher und 10 Höhenspeaker angebracht werden. Ältere Modelle sind in der Regel nutzbar. Die Zimmerdecke sollte dabei aber nicht höher als 2,74 Meter sein.

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