Häufige Fragen

DMB

DMB bezeichnet ein Übertragungssystem zur Versorgung mobiler Endgeräte mit digitalen Audio- und Videodaten (nicht mehr gebräuchlich). Je nach Signalübertragungsweg wird zwischen S-DMB (Satellit) und T-DMB (terrestrisch) unterschieden. Grundlage für T-DMB ist der Hörfunkstandard DAB (Digital Audio Broadcasting) – also der Empfang von Digitalradio, der lediglich um audiovisuelle Inhalte erweitert wurde. Entwickelt wurde die DMB-Übertragungstechnik von der Robert Bosch GmbH und dem Heinrich-Hertz-Institut.  

DAB/DMB wurde vorrangig für den mobilen Empfang konzipiert. Deshalb kommt eine stromeffiziente Decodierung zum Einsatz, bei der selektiv nur die jeweils relevanten Träger empfangen und decodiert werden (Relevanzreduktion). Aufgrund der einfachen Codierung und entsprechender Modulationsverfahren ist der Stromverbrauch entsprechend gering. Über die 2-MHz-Bandbreite im Band III und im L-Band können zirka 1 Mbit pro Sekunde übertragen werden, das entspricht ungefähr drei TV-Programmen mit jeweils 300 Kbit pro Sekunde zuzüglich Audioprogrammen und Datendiensten. Ein sogenanntes Ensemble belegt jedoch nur etwa ein Viertel eines Kanals, sodass  beispielsweise in München 12 DMB- und 19 DAB-Programme inklusive Datendienste ausgestrahlt werden konnten.

Nicht alle Spezifikationen konnten sich durchsetzen, als das mobile Fernsehen noch in den Kinderschuhen steckte. Dazu gehörten vor allem DVB-H (Digital Video Broadcasting - Handheld) und DMB. Allerdings können DMB-Geräte auch heute noch für den digitalen Radioempfang (DAB) weiterhin genutzt werden.

Verwandte Begriffe: DAB