Häufige Fragen

Farbunterabtastung/Chroma Subsampling

Der erste Schritt der Datenreduktion ist innerhalb vieler Kompressionsverfahren das sogenannte Chroma Subsampling. Dabei wird die Auflösung der Farbinformation (Chrominanz-Signal) gegenüber den Informationen über die Helligkeit (Luminanz-Signal) vernachlässigt. Man spricht auch von der Farbunterabtastung. Basis dieses Verfahrens ist ebenfalls die menschliche Wahrnehmung und damit verbunden die Anatomie des Auges, das Helligkeitsunterschiede besser wahrnehmen kann als Farbunterschiede. Unser visuelles System reagiert unterschiedlich auf Farbfrequenzen, weshalb Bilder (ähnlich wie Töne) auch als Überlagerung zweidimensionaler Schwingungen dargestellt werden können. In diesem Zusammenhang sind niedrige Bildfrequenzen für grobe Bildstrukturen und hohe Bildfrequenzen für feine Details verantwortlich. So können hohe Frequenzen besser komprimiert werden, ohne dass das menschliche Auge den Datenverlust wahrnimmt. Diese Frequenzabhängigkeit wird in allen Videokompressionsverfahren der MPEG-Standards ausgenutzt.

Verwandte Begriffe: Farbraum, Farbvalenzen, RGB, CMY, Farben, Farbmischung, MPEG, Datenkompression
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