Häufige Fragen

HbbTV

Hybrid Broadcasting Broadband TV (HbbTV) ist im Allgemeinen als frei empfangbares mobiles Fernsehen bekannt – vor allem durch die Werbung mit dem „roten Button“. Für die Übertragung wird sowohl das Fernsehsignal via Digital Storage Media Command and Control (DSM-CC) als auch über eine Internetverbindung genutzt, wodurch sich letztlich die Bezeichnung „Hybrid“ definiert. Aufgrund der smarten Technologie, die praktisch für jeden möglich ist, wird HbbTV auch synonym unter dem Begriff „Smart TV“ zusammengefasst. Unabhängig vom Gerätetyp oder Hersteller ist HbbTV nicht nur über moderne TV-Flachbildschirme, sondern auch über DVB-Receiver oder Blu-ray-Player möglich. Voraussetzung ist die Verbindung zum Internet, wobei auch die erforderliche Geschwindigkeit von mindestens 3 MBit/s gegenüber anderen IPTV-Lösungen durchaus flächendeckend realisierbar sein könnte.

Als Basistechnologie für HbbTV dient eine speziell für Unterhaltungselektronik (CE) entwickelte HTML-Variante: die Consumer Electronics Hypertext Markup Language (CE-HTML). Damit wurde die Hybridtechnologie geboren, die sich an diversen Fernsehstandards und Internettechnologien orientiert. So beispielsweise am Digital Video Broadcasting (DVB) aber auch an Open IPTV Forum (OIPF), Consumer Electronics Association (CEA) oder World Wide Web Consortium (W3C). Diese Verschmelzung verschiedener Standards ermöglicht letztlich eine gemeinsame Darstellung von Fernsehprogrammen und Internetinhalten auf einem TV-Bildschirm.

Die HbbTV-Association stellte zu Beginn des Jahres 2015 die zweite Generation des hybriden Übertragungsstandards vor, der alle neuen Technologien und Standards wie HTML 5, UHD oder auch CI Plus unterstützen soll. Der 2.0-Standard soll mit dem Videokompressionsverfahren HEVC arbeiten und mit speziellen Applikationen die Möglichkeit der Interaktion zwischen Smartphone/Tablet und dem HbbTV-Gerät fördern. Die neue 2.0-Version soll sowohl HTML5- als auch HEVC-kodierte Inhalte bis zu einer Auflösung von 3.840 x 2.160 (Ultra HD) unterstützen. Damit realisiert HbbTV beste Bildqualität in Ultra HD. Mit HbbTV 2.0 werden zukünftig auch Videostreams und Zusatzinformationen auf mobilen Endgeräten zur Verfügung stehen. Interessant ist für Verbraucher vor allem die Kompatibilität mit CI-Plus 1.4, mit der zukünftig auch die Entschlüsselung von Pay-TV-Streams durch das Decodieren mit entsprechenden Smartcards machbar ist. Weitere Features sind beispielsweise im Audiobereich zu finden, wo zusätzliche Audiostreams über das Internet oder Mehrkanalton angeboten werden.

Auch über den Computer oder mobile Endgeräte kann HbbTV empfangen werden, und zwar ganz ohne Antenne, Kabel oder Satellit. Mit den aktuellen Betriebssystemen (z.B. Windows 10) ist es ein Kinderspiel, die passende App herunterzuladen und zahlreiche Sendungen zeitversetzt oder aber live zu sehen. Die Mediatheken der einzelnen Programmanbieter sind mittlerweile überwiegend im Internet vertreten und können sowohl über Smart-TV als auch über jedes beliebige internetfähige Gerät empfangen werden.

Verwandte Begriffe: Streaming, Mediathek, IPTV, Smart-TV

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