Häufige Fragen

DVB-S/DVB-S2

Die meistgenutzte DVB-Variante ist das über Satellit ausgestrahlte DVB-S beziehungsweise DVB-S2. Die englische Bezeichnung „Digital Video Broadcasting/Satellite“ (DVB-S) bedeutet es also nichts weiter als digitales Satellitenfernsehen. Empfangen werden kann DVB-S beispielsweise über Astra oder Eutelsat. Die Datenübertragungsrate ist beim Satellitenfernsehen am höchsten, deshalb ist die Anzahl der übertragenen Fernseh- und Rundfunkprogramme hier am größten. Vergleicht man den Empfang beispielsweise mit DVB-T, so wird schnell deutlich, dass die Sendervielfalt bei DVB-S wesentlich ausgeprägter ist. Bis zu 300 Fernsehprogramme und 170 Radiosender können unverschlüsselt empfangen werden. Genau wie das terrestrische Fernsehen wurde SAT-TV mittlerweile komplett digitalisiert. Um digitales Fernsehen (HDTV) zu empfangen, muss die Satelliten-Empfangsanlage digital-tauglich (H.264) sein. Eine Aufrüstung der Schüssel ist nicht notwendig. Anders sieht es beim LNB aus. Ältere Bausteine unterstützen nicht das High-Band oberhalb von 11,7 GHz, in dem die meisten Digitalsender vertreten sind. Ein Universal-LNB schafft Abhilfe. In jedem Fall ist ein Satelliten-Receiver mit HD-Tuner erforderlich. Pay-TV-Anbieter informierten ihre Kunden über die neue Technologie. Beim neuen Verfahren kommen verbesserte Kodierungs-, Modulations- und Fehlerkorrekturverfahren zum Einsatz, die die Datenrate um bis zu 30 Prozent steigern. Sky (ehemals Premiere) etwa hat Ende 2015 generell auf DVB-S2 umgestellt und sendet vollständig im MPEG-4-Standard. Achten Sie deshalb auf das Symbol DVB-S2.

Verwandte Links: DVB, DVB-T, DVB-T2, DVB-C, DVB-C2
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