Häufige Fragen

Farbtemperatur

Das sogenannte „weiße“ Licht ist die Summe aller Wellenlängen des sichtbaren Lichtes im Frequenzbereich zwischen ca. 400 und 700 Nanometer. Je kürzer die Wellenlänge, desto höher wird die Farbtemperatur und mit ihr der Blauanteil. Der Rotanteil besteht im Gegensatz aus den längeren Wellenlängen (600 bis 700 nm). So ist also die Farbtemperatur (Kelvin) vor allem von der Wellenlänge des Lichtes beziehungsweise der Beleuchtungsquelle abhängig. Aber auch das unterschiedliche Absorptionsverhalten der einzelnen Materialien kann die Farbtemperatur beeinflussen. In der Film- und Fernsehtechnik sollten die dargestellten Farben bestenfalls dem natürlichen Farbeindruck entsprechen. Der grüne Rasen eines Fußballfeldes sollte demnach auch tatsächlich grün und nicht braun sein, die Hautfarbe der Nachrichtensprecherin nicht an Sonnen-brand oder Blutarmut erinnern.

Insofern spielt die richtige Farbtemperatur sowohl bei der Aufnahme als auch primär bei der Wiedergabe von Bild- und Videomaterial eine wesentliche Rolle. Bei der Bildaufnahme werden hierfür sogenannte Konversionsfilter vor das Kameraobjektiv gesetzt, um die Farbtemperaturen zu verändern. Denn nicht immer steht das neutrale Sonnenlicht zur Verfügung und Halogenstrahler geben beispielsweise ein gelbliches Licht ab. Um diesen Gelbstich wieder auszugleichen, müssen die Blauanteile verstärkt werden.  Im Umkehrschluss kann ein blaustichiges Bild mit gelborangen Tönen kompensiert werden. Um eine neutrale Weiß, Grau und Schwarzdarstellung nach der D65 Norm zu erreichen, muss das additive Mischungsverhältnis der drei Grundfarben korrekt sein, um einen negativen Farbstich im Bild zu vermeiden. Bei der Bildwiedergabe helfen neben der Kalibrierung sogenannte Referenz-Testbilder.

Verwandte Begriffe: Farbraum, Farbvalenzen, RGB, CMY, Farben, Farbmischung, MPEG
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