Häufige Fragen

Farbraum/CIE 1931

Während der Entwicklung von Farbtechnologien wurden bestimmte Farben als Referenzwerte festgelegt. Bereits im Jahre 1931 wurde eine Normfarbtafel entwickelt und von der Internationalen Beleuchtungskommission (Commission internationale de l’éclairage: CIE) in einem Farbbeschreibungssystem definiert: dem CIE 1931. Auch heute noch stellt das CIE 1931 eine international vereinbarte Methode der Farbkennzeichnung dar, um die menschliche Farbwahrnehmung und die physiologisch farbige Wirkung einer wahrgenommenen Strahlung (Farbvalenz) in Relation zu setzen. Sie basiert auf der additiven Farbmischung. Deshalb wird dieses wahrnehmungsbezogene System auch als CIE-Normvalenzsystem bezeichnet, das die Gesamtheit aller wahrnehmbaren Farben umfasst und Basis für die Empfehlung der Internationalen Fernmeldeunion (International Telecommunication Union: ITU) ist, nach der die einzelnen Farbräume (ITU-R 601, 709 und BT.2020) bestimmt wurden.

Damit die Farbwiedergabe bei jedem Punkt d.h. bei der Kamera, beim Schnitt, bei der Übertragung und auf dem Display, genauso wiedergegeben wird, muss ein bestimmter Farbraum definiert und eingehalten werden. Für die normalen DVD-Bilder genügte seinerzeit der ITU-R 601-Farbraum. Für HDTV und die Blu-ray Welt wurde der ITU-R-709-Farbraum normiert. Liegen die Messpunkte exakt auf den vorgeschriebenen Referenzpunkten ist die Farbwiedergabe absolut neutral, also ohne Farbstich. Liegen die Messpunkte außerhalb des Referenzdreiecks, werden die Farben zu intensiv dargestellt. Liegen die Messpunkte innerhalb des Referenzdreiecks erscheinen die Farben mehr oder weniger zu blass. Für Ultra HD wurde von der ITU die Empfehlung BT.2020 definiert.  

Verwandte Begriffe: Farbraum, CMY, RGB, Farben, Farbmischung, CMY, RGB, ITU-R-Empfehlung BT.2020
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