Häufige Fragen

Bit/Byte

Neben der kleinsten binären Einheit Bit (Binary Digit) wird darüber hinaus auch der Begriff Byte (nicht selten falsch) verwendet. Per Definition geht ein Byte auf die Bezeichnung „By Eight“ zurück, wonach der Umrechnungsfaktor eben 8 und nicht 10 entspricht. Insofern waren in den 1990er Jahren die Binärpräfixe üblich, die sich auf das 8:1-Verhältnis beriefen. Deshalb galt: 8 Bit = 1 Byte oder 1 Kibibyte (KiB) = 1024 Byte bzw. 1 Mebibyte (MiB) = 1024 × 1024 Byte = 1 048 576 Byte.

Allerdings wurde spätestens mit der Einführung von Computern im Heimgebrauch die Bezeichnung von Zweierpotenzen durch Binärpräfixe gemäß der bisherigen Norm IEC 60027-2 zu umständlich. Deshalb wurde durch das Internationale Büro für Maß und Gewicht (BIPM) die Empfehlung für neue SI-Präfixe ausgesprochen und damit die weltweite ISO-Norm IEC 80000-13:2008 (DIN EN 80000-13:2009-01) eingeführt. Vor diesem Hintergrund sind SI-Präfixe generell nur noch in der dezimalen Bedeutung üblich, wobei die Präfixe (Mega, Giga etc.) den entsprechenden Dezimalwert angeben: 

Dezimalpräfixe

Kilobyte (kB)

103 Byte = 1 000 Byte

Megabyte (MB)

106 Byte = 1 000 000 Byte

Gigabyte (GB)

109 Byte = 1 000 000 000 Byte

Terabyte (TB)

1012 Byte = 1 000 000 000 000 Byte

Petabyte (PB)

1015 Byte = 1 000 000 000 000 000 Byte

Exabyte (EB)

1018 Byte = 1 000 000 000 000 000 000 Byte

Zettabyte (ZB)

1021 Byte = 1 000 000 000 000 000 000 000 Byte

Yottabyte (YB)

1024 Byte = 1 000 000 000 000 000 000 000 000 Byte

Übertragungsraten (z.B. Downstream-Geschwindigkeiten 8 Gbit/s) werden in Bit und den entsprechenden Dezimalpräfixen (z.B. Giga = G) angegeben. Dateigrößen beziehungsweise Speicherkapazitäten oder Datenmengen im Allgemeinen (Festplattenlaufwerke, Arbeitsspeicher, CDs, DVDs, Blu-ray-Discs, USB-Speichermedien etc.) werden hingegen in der Einheit Byte angegeben (z.B. Festplatte: 2 TB/Flash-Speicher: 8 GB).

Verwandte Begriffe: Bitrate, Streaming