Häufige Fragen

Upscaling

Dieser Begriff hat sich spätestens seit der Erfindung von Ultra HD etabliert. Die aktuelle Not dabei? Es gibt kaum ultra hochauflösendes Videomaterial. Solange also kein echtes UHD mit einer Auflösung von 3840 × 2160 Pixeln über das TV-Signal empfangen werden kann, müssen niedriger aufgelöste Bildsignale (von heute maximal 1920x1080 Pixeln) auf UHD-Fernsehern hochgerechnet werden.

Ein praktisches Beispiel: Wenn wir in einen Blu-ray-Player mit FullHD-Standard (also 1920x1080 Pixel) eine DVD mit einer noch geringeren Auflösung (720×576 Pixel) legen, um diese dann auf einem neuen UHD-Fernseher (3840 × 2160 Pixel) anzusehen, dann muss man kein Technik-Genie sein, um zu erkennen, dass auf diesem Wege niemals eine ultrahochauflösende Bildqualität erreicht werden kann. Es kommen schließlich keine Bildinformationen hinzu, sondern die spärlich vorhandenen Pixel werden lediglich vervielfacht.

Kann insofern beim Upscaling tatsächlich eine bessere Bildqualität zustande kommen, auch wenn kein echter UHD-Content vorliegt? Fakt ist: Ein vollwertiges Bild in nativer 4-facher HD-Auflösung ist nur möglich über einen vollwertigen UHD-Bildschirm ab Baureihe 2015 mit den nötigen Anschüssen und Codier-Standards sowie entsprechendem ultrahochauflösenden Filmmaterial. Alles andere ist hochskaliert, aber dennoch qualitativ akzeptabel. Grund dafür ist das sogenannte 4k-Upscaling. Hierbei wird das Basismaterial in den Formaten SD (720 x 576), HD (1280 x 720) oder Full HD (1920 × 1080) hochgerechnet beziehungsweise hochskaliert auf ebenjene UHD-Auflösung mit 3840 x 2160 Bildpunkten. 

Nun kann man Bildpunkte nicht einfach erfinden oder unüberlegt vervierfachen – allein wenn man bedenkt, wie groß die Differenz ist. Wir reden schließlich von einer Differenz (von Full HD zu UHD) von 6.220.800 Pixeln pro Bild! Hierzu stehen verschiedene Interpolationsverfahren (z.B. bilinear, bikubisch) zur Verfügung. Das A und O der Technologie sind spezielle Chips, wobei viele Hersteller auf hauseigene Kreationen setzen: Sony beispielsweise auf den Chip X-Reality PRO, bei den seit 2015 auf dem Markt erhältlichen 4K-Fernsehern der AQUOS-4K/UHD-Serie von Sharp heißt der Upscaler-Chip wiederum „Re-velation“.  

Kurzum: intelligente Upscaling-Algorithmen garantieren in den aktuellen UHD-Geräten, die seit Ende 2015 auf dem Markt sind, in jedem Fall eine bessere Darstellung durch Hochskalieren als es bei allen Vorgänger-Modellen – Tendenz steigend. Außerdem sollte man bei der Verwendung von weniger hochauflösendem Bildmaterial darauf achten, dass immer das Gerät die Auflösung hochrechnet, welches dafür am besten geeignet ist. Hierbei könnte man auf den persönlichen Geschmack vertrauen oder individuellen Rat beim Fachmann einholen. In der Regel können heute (Stand: 2015) die aktuellen UHD-Fernseher oder 4K/UHD-Beamer das Videosignal am besten verarbeiten. 

Verwandte Begriffe: Skalierung, HEVC, UHD
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