Häufige Fragen

Signal-Rauschabstand/Signal-Rausch-Verhältnis

Hierbei handelt es sich um einen Begriff aus der Messtechnik und/oder  Signal- und Bildverarbeitung. Das Signal-Rausch-Verhältnis ist ein Maß für die qualitative Bewertung eines Nutzsignals (Audio oder Video), das von einem Rauschsignal überlagert wird. Dabei wird das Verhältnis der mittleren Leistung des Nutzsignals zur mittleren Rauschleistung des Störsignals definiert. Gängige Abkürzungen sind SRV oder auch SNR (signal-to-noise ratio).

Bei der Videosignalverarbeitung gilt: je mehr Quantisierungsstufen, desto besser die Signalqualität (Videoauflösung). Fehler treten dennoch auf, die sich in einem Rauschen äußern können. Tolerierbare Fehler werden über den sogenannten Signal-Rauschabstand (S/N) bestimmt, der im Videobereich bei < 45 dB und im Audiobereich bei > 90 dB liegt. Insofern kann im Rahmen der Quantisierung (Auflösung) im Videobereich mit weniger Stufen (256/8 Bit) als beim Audiosignal (65000/16 Bit) gearbeitet werden, da der Gesichtssinn in der Regel weniger ausgeprägt ist als der Gehörsinn und sogenannte Quantisierungsgeräusche damit im tolerierbaren Bereich liegen. Durch die unterschiedliche Wahrnehmung und entsprechenden Toleranzgrenzen sind die Werte sowie Formeln zur Bestimmung des jeweiligen Signal-Rauschabstandes bei Audio- und Videosignalen unterschiedlich.

Verwandte Begriffe: Spitzen-Signal-Rausch-Verhältnis (PSNR), Träger-Rausch-Verhältnis (C/N),  Träger-Interferenz-Verhältnis (C/(I+N) oder C/I).

Nicht zu verwechseln mit: Geräuschspannungsabstand
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