Häufige Fragen

100-Hz-Technik

Grundsätzlich handelt es sich hierbei um die Bildwechselfrequenz beziehungsweise Bildwiederholrate (Panel-Refresh) und um ein Vielfaches des Videoformates 25p (PAL) – wobei sich das „p“ auf die Vollbilddarstellung „Progressive Scan“ bezieht. Wird der Wert für die Bildwiederholung (frames per second: FPS) erhöht, soll damit u.a. die Bewegungsschärfe verbessert werden.

Die Verdopplung der Bildwechselfrequenz bei TV-Geräten von 50 auf 100 Hertz wurde bereits Anfang der 1980er Jahre eingeführt. Grund dafür war seinerzeit die Vermeidung von Flimmereffekten, die insbesondere bei sehr großen, hellen Flächen wahrnehmbar waren, da unser Auge speziell in den Randbereichen der Netzhaut sehr empfindlich reagiert. Das sogenannte Zeilenflackern sowie die Bildung von Artefakten konnten bei 100-Hertz-Röhren nicht beseitigt werden, weil diese Störungen auf das Halbbildverfahren (Interlaced) zurückzuführen sind.

Bei heutigen LCD-Schirmen dient die 100-Hertz-Technik einem anderen Zweck. Denn hier kommt es zu sogenannten Verschmier-Effekten bei bewegten Objekten, die auch durch kurze Reaktionszeiten nicht beseitigt werden können. Insofern halbiert man das Verschmieren mit der 100-Hertz-Technik, wobei es nicht ausreicht, die Bildfrequenz zu verdoppeln. Für einen optimalen Bewegtbild-Eindruck müssen Zwischenbilder errechnet werden, die das bewegte Objekt an einer neuen Position abbilden. Im Gegensatz dazu kommt es bei Plasmabildschirmen nicht zu einem solchen Verschmier-Effekt, da hier eine Dunkelphase und das Aufleuchten einer Kontur aufeinander folgen. Jedoch wurden TV-Geräte mit Plasmabildschirmen fast vollständig vom Markt verdrängt.

Verwandte Begriffe: Bewegungsunschärfe, 120 Hz
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