Häufige Fragen

Komplementärfarben

Werden sowohl bei der additiven als auch bei der subtraktiven Farbmischung zwei Farben gemischt, die einen neutralen Grauton oder Weiß ergeben, so werden diese als Komplementärfarben (lateinisch: complementum) bezeichnet. Komplementärfarben werden auch synonym als Gegenfarben bezeichnet, da sie sich im sogenannten Farbkreis genau gegenüberstehen. Verändert man die Intensität eines Farbtons, ergeben sich pro Farbton etwa 500 unterscheidbare Helligkeiten. Sie heben sich bei der Mischung gegenseitig auf. Zum Einsatz kommen diese u.a. bei Farbfilterbrillen/im Anaglyphen-Verfahren.

Verschiedene Farbpaare gelten als komplementär. Dazu zählen Blau ↔ Gelb, Rot ↔ Cyan und Grün ↔ Magenta. Da diese aus den Farben RGB resultieren, stellen sie die Basis dar für das CIE-System und andere technische Systeme (z.B. RGB und CMY). Die Komplementärfarben Blau ↔ Gelb und Rot ↔ Grün sind grundlegend für das NCS-System. In den Modellen des großen deutschen Dichters Johann Wolfgang von Goethe sowie dem Schweizer Maler, Kunsttheoretiker und Kunstpädagoge des 20. Jahrhunderts Johannes Itten gelten die Farben Blau ↔ Orange sowie Rot ↔ Grün und Gelb ↔ Violett im künstlerischen Zusammenhang als komplementär.

Verwandte Begriffe: Farbraum, Farbvalenzen, RGB, CMY, Farben, Farbmischung, Primärfarben, Sekundärfarben