HbbTV - interaktives Fernsehen, jederzeit und überall

Veröffentlicht: Donnerstag, 10. März 2016 10:40
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HbbTV - Hybrid Broadcasting Broadband TV

Als kleine TV-Revolution wird bereits seit einiger Zeit das Hybrid Broadcasting Broadband TV gefeiert, das im Allgemeinen unter der Abkürzung HbbTV das mobile Fernsehen erobert. Hierbei handelt es sich um keine Hardware, keinen Vertrag eines Providers, sondern lediglich um einen Standard, der ohne zusätzlichen Receiver und monatliche Kosten direkt auf HbbTV-fähigen Fernsehgeräten empfangen werden kann.

Für die Übertragung wird sowohl das Fernsehsignal via Digital Storage Media Command and Control (DSM-CC) als auch das IP-Signal genutzt, wodurch sich letztlich die Bezeichnung „Hybrid“ definiert. Aufgrund der smarten Technologie, die praktisch für jeden möglich ist, wird HbbTV auch synonym unter dem Begriff „Smart TV“ zusammengefasst.

Aber auch über Computer oder mobile Endgeräte kann das klassische Fernsehen empfangen werden, und zwar ganz ohne Antenne, Kabel oder Satellit.  Mit den aktuellen Betriebssystemen (z.B. Windows 10) ist es ein Kinderspiel, die passende App herunterzuladen und zahlreiche Sendungen zeitversetzt oder aber live zu sehen. Die Mediatheken der einzelnen Programmanbieter sind mittlerweile überwiegend im Internet vertreten und können sowohl über Smart-TV als auch über jedes beliebige internetfähige Gerät empfangen werden.

www.hbbtv.org

Anfang 2015 nutzten bereits über 10 Millionen Haushalte in Deutschland HbbTV, Tendenz auch hier steigend. Denn in punkto Kompatibilität, Funktionalität und Freiheit stellt HbbTV tatsächlich eine kleine Revolution dar, die das Fernsehen zukünftig interaktiver und unterhaltsamer machen kann. Unabhängig vom Gerätetyp oder Hersteller ist HbbTV nicht nur über moderne TV-Flachbildschirme, sondern auch über DVB-Receiver oder Blu-ray-Player möglich. Voraussetzung ist die Verbindung zum Internet, wobei auch die erforderliche Geschwindigkeit von mindestens 3 MBit/s gegenüber anderen IPTV-Lösungen durchaus flächendeckend realisierbar sein dürfte.

Grundsätzlicher Gedanke bei HbbTV war es, dass im Zeitalter von Internet und Multimedia der herkömmliche Videotext antiquiert schien und die Kapazität besser genutzt werden sollte. So können mittlerweile einzelne Sendungen aus dem traditionell linearen Fernsehprogramm abgerufen und darüber hinaus durch interaktive Zusatzinfos angereichert werden. Allerdings lassen sich so nicht nur verbesserte Videotextfunktionen darstellen, sondern auch TV-Editionen der einzelnen Programm-Mediatheken (z.B. ZDF) abrufen oder aber Menüfunktionen und sogar Nachrichtenticker synchron zum Fernsehprogramm abspielen, die transparent über das laufende Fernsehbild gelegt werden. Die rote Taste ist also senderübergreifend Programm.

Nutzer von internetfähigen Fernsehgeräten kennen den Hinweis auf den Red Button, der während einer Sendung angezeigt wird. Wer also keine Lust oder Zeit hat, Sendetermine einzuhalten: nichts leichter als das - 20.15 Uhr ist jetzt immer und überall.

Und damit noch nicht genug! Neben dem zeitversetzten Abruf einzelner Spielfilme und Sendungen bietet ARTE nunmehr auch den „Blue Button“ für alle, die sonst zum Spielfilm immer zu spät kommen. Die Restart-Funktion über die blaue Taste ermöglicht, die laufende Sendung einfach auf den Anfang zurückzuspulen. Wer es also erst um neun vor die Glotze schafft, der verpasst trotzdem nichts.

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